Symphonieorchester Vorarlberg
 
Bregenzer Festspiele 2010

SATIRISCHE OPER

Das Portrait
Oper in drei Akten von Mieczyslaw Weinberg
Libretto von Alexander Medwedew
Nach der gleichnamigen Novelle von Nikolai Gogol
In deutscher Sprache

Österreichische Erstaufführung
31. Juli | 19.30 Uhr, Theater am Kornmarkt
Weitere Aufführungen: 3. und 5. August | 19.30 Uhr

Symphonieorchester Vorarlberg
Musikalische Leitung | Rossen Gergov
Inszenierung | John Fulljames
Bühne & Kostüme | Dick Bird

Das Portrait, Weinbergs satirische Oper nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Nikolai Gogol, zeichnet das treffende Bild einer korrupten Kunstgesellschaft.

Der talentierte, aber erfolglose Maler Chartkov wird mithilfe eines verfluchten Portraits, das in seine Hände gerät, zum gefeierten Societykünstler. Die Reichen und Berühmten der Stadt liegen ihm zu Füßen, seine Einnahmen fließen, er ist auf jeder Party und in aller Munde. Als Chartkov jedoch erkennt, dass er damit die eigentliche Kunst verraten hat,
zieht er radikale Konsequenzen.

Das Phänomen des finanziell erfolgreichen Künstlers, der immer seichtere Imitationen ein- und desselben leeren Konzepts als immer teurere Kunst abliefert, kennt man im heutigen Wien oder London genauso wie im St. Petersburg des 18. Jahrhunderts. Doch für Leute wie Weinberg, die im Kontext der damaligen Sowjetunion tätig waren, hatte Gogols Geschichte auch noch eine ganz andere Bedeutung. Deportation in den Gulag, ein gewaltsamer Tod:
Die Möglichkeit einer berufl ichen oder gar persönlichen Auslöschung war stets präsent; so wie die allzeit drohende Armut die Entscheidungen des Künstlers Chartkov diktierte. In einem solch erbarmungslosen Klima war jeder gezwungen, einen Kompromiss zwischen Überleben und künstlerischem Selbstverrat zu finden.

Kartenvorverkauf




MATINEE


Jürgen Ellensohn
Mieczyslaw Weinberg | Sinfonietta Nr. 1 op. 41
Mieczyslaw Weinberg | Konzert für Trompete und Orchester op. 94
Bedrich Smetana | Mein Vaterland (Ausschnitte)

Gérard Korsten | Dirigent
Jürgen Ellensohn | Trompete

Sonntag 15. August | Festspielhaus Bregenz | 11.00 Uhr


Der 1919 in Warschau geborene Komponist Mieczyslaw Weinberg verbrachte den grössten Teil seines Lebens in Moskau, wo er vor allem durch durch seinen Freund Dimitri Schostakowitsch inspiriert und gefördert wurde.

Er schrieb unter anderem sieben Opern, 20 Symphonien, 17 Streichquartette sowie Film- und Kammermusik. Lange Zeit stand er im Schatten von Schostakowitsch, in den letzten Jahren kommt es jedoch auch international zu einer Wiederentdeckung dieses zu Unrecht vergessenen Komponisten. Weinbergs Opern Die Passagierin und Das Portrait (mit dem Symphonieorchester Vorarlberg) stehen auf dem Programm der Bregenzer Festspiele 2010.

Jürgen Ellensohn, 1977 geboren, stammt aus Götzis und ist seit 2005 Solotrompeter im Radio-Sinfonieorchester Frankfurt. Seine Studien am Vorarlberger Landeskonservatorium bei Lothar Hilbrand und am Mozartum Salzburg bei Hans Gansch schloss er mit Auszeichnung ab. Er war Praktikant im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und anschliessend Solotrompeter in Bern. Er unterrichtete an der dortigen Hochschule der Künste und lehrt derzeit an der Musikhochschule Frankfurt. Neben seiner Tätigkeit im Orchester ist er Mitglied der Bechbläserensembles Pro Brass und hr-Brass.

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