Symphonieorchester Vorarlberg
 
Symphonieorchester Vorarlberg

Das Symphonieorchester Vorarlberg entstand 1984 aus dem dringenden Wunsch, nach der Auflösung des Vorarlberger Funkorchesters 1959 im westlichsten österreichischen Bundesland erneut ein Orchester auf höchstem Niveau zu etablieren. Als einziges professionelles Symphonieorchester des Landes ist es aus dem Kulturleben Vorarlbergs nicht mehr wegzudenken und erfüllt eine wichtige kulturpolitische Aufgabe.

Der fixe Stamm des Symphonieorchesters Vorarlberg besteht aus professionellen Musikern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, aber auch Gästen aus anderen Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, der Camerata Salzburg, dem Musikkollegium Winterthur, dem Salzburger Mozarteumorchester oder dem Concentus Musicus Wien.

Das Symphonieorchester Vorarlberg arbeitet projektorientiert. Ohne das Korsett eines festen Dienstplanes werden in intensiven Probephasen pro Saison bis zu zwölf Programme einstudiert und in jeweils mehreren Konzerten aufgeführt. Attraktive Fixpunkte im Jahresprogramm des Orchesters sind die Musiktheaterproduktionen in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Landestheater und den Bregenzer Festspielen.
Seit 1994 veranstaltet das Orchester höchst erfolgreich eigene Abonnementzyklen im Festspielhaus Bregenz und im Montforthaus Feldkirch. Seit 2002 gibt es einen dritten Zyklus im Bregenzerwald.

Von Publikum und Presse besonders hervorgehoben wird immer wieder das aussergewöhnliche Engagement der Musiker, die nicht "Dienste" absolvieren, sondern sich mit Enthusiasmus für intensive Orchesterarbeit regelmässig zu Proben und Aufführungen zusammenfinden.
Durch die Zusammenarbeit mit international renommierten Solisten und Dirigenten wie Heinrich Schiff, Thomas Zehetmair, Julian Rachlin, Stefan Vladar, Thomas Quasthoff, Clemens Hagen, Manfred Honeck, Kirill Petrenko, Dietfried Bernet, dem Schauspieler Tobias Moretti oder dem Autor Michael Köhlmeier sowie durch regelmässige Auftritte bei den Bregenzer Festspielen und dem Feldkirch Festival ist das Symphonieorchester Vorarlberg zu einer wichtigen Kulturinstitution geworden.

Zahlreiche Rundfunkaufnahmen, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentieren das vielfältige Repertoire des Orchesters. Ausser der Pflege des traditionellen klassisch-romantischen Orchesterrepertoires werden regelmässig Werke des 20. und 21. Jahrhunderts aufgeführt, wobei zeitgenössischen Komponisten aus Vorarlberg eine besondere Bedeutung zukommt.

Von 1988 bis 2005 war Christoph Eberle Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg. Tourneen führten es unter seiner Leitung bereits mehrmals nach Wien (Grosser Musikvereinssaal, Konzerthaus), nach München (Philharmonie), Düsseldorf (Tonhalle), Madrid (Auditorio Nacional), Bozen (Nuovo Teatro) sowie nach Salzburg und Neapel.

Seit November 2005 ist Gérard Korsten Chefdirigent des Orchesters.