Symphonieorchester Vorarlberg
 
Aktuelles Programm

Leo McFall wird neuer
Chefdirigent des
Symphonieorchesters Vorarlberg


BRITISCHER DIRIGENT ÜBERNIMMT SAISON 2020/21
„Seltenes Geschenk für jeden Dirigenten“

Bregenz, 21. März 2019 – Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) hat einen neuen Chefdirigenten: Leo McFall. Mit ihm ist eine mindestens fünfjährige Zusammenarbeit vereinbart, die zur Saison 2020/21 startet. Damit kehrt der gebürtige Londoner nach Vorarlberg zurück, wo er im Vorjahr bereits zwei SOV-Produktionen leitete. Er tritt die Nachfolge von Gérard Korsten an, der im Sommer 2018 nach 13 Saisonen sein Amt niedergelegt hatte.

Vorausgegangen war der Entscheidung ein intensives Auswahlverfahren, in das auch die Musiker des Symphonieorchester Vorarlberg einbezogen waren. „Das Meinungsbild war eindeutig“, sagt SOV-Geschäftsführer Sebastian Hazod, der sich auf einen „guten Partner und eine stimmige Arbeitschemie“ freut.

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Konzert 6

Festspielhaus Bregenz
Mi 15. Mai 2019, 17.00 Uhr (öffentliche Generalprobe)
Do 16. Mai 2019, 19.30 Uhr | ABO Bregenz
Sa 18. Mai 2019, 19.30 Uhr | ABO Feldkirch
Kirill Petrenko • Dirigent
Gustav Mahler • Symphonie Nr. 8 Es-Dur

Sopran • Sara Jakubiak
Sopran • Elza van den Heever
Sopran • Letizia Scherrer
Mezzosopran • Claudia Mahnke
Mezzosopran • Daniela Sindram
Tenor • Norbert Ernst
Bariton • Boaz Daniel
Bass • Kwangchul Youn

Bachchor Salzburg
Bregenzer Festspielchor
Kinderchor der MMS Bregenz-Stadt
Alois Glaßner • Einstudierung
Benjamin Lack • Einstudierung
Wolfgang Schwendinger • Einstudierung

Konzertsponsor
UNIQUA


DIE SYMPHONIE DER TAUSEND

»Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen und zu klingen beginnt. Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen«. So beschrieb Gustav Mahler seine gewaltige 8. Symphonie, die man als eine »der Tausend« bezeichnet hat. Weil sie angeblich so viele Mitwirkende erfordert. Nun, das riesige Orchester, die drei Chöre, die acht singenden Solistinnen und Solisten bringen nahezu jedes Konzertpodium an ­die Grenzen seines Fassungsvermögens, aber tausend ­Menschen sind es nicht, die da musizieren.

Auf den mittelalterlichen Hymnus vom Heiligen Geist – »Veni creator spiritus« – folgt der hymnische Schluss aus Johann Wolfgang Goethes zeitlosem Weltendrama »Faust«. Die Symphonie als Welterklärung, wie sie dem Komponisten vorschwebte, wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts und knapp vor dessen großen Katastrophen, die der »Zeitgenosse der Zukunft« Mahler voraussah, aber nicht mehr erlebte, zu einem oratorischen Drama im Konzertsaal. Das Autobiographische tritt zurück. Die Apotheose der Erlösung, die Vergeistigung des suchend-sündigen Menschen endet in den mystischen Sätzen Goethes: »Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Das Unzulängliche, hier wirds Ereignis. Das Unbeschreibliche, hier wirds getan. Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.« Die Symphonie mit ihrer strahlend klassischen Dominanz von Es-Dur war bei der Uraufführung 1910 in München Mahlers größter Erfolg zu Lebzeiten.

Kirill Petrenko, einer der faszinierendsten Dirigenten der Gegenwart, Münchner Generalmusikdirektor und demnächst Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, setzt damit den singulären Mahler-Zyklus mit »seinem« Vorarlberger Symphonieorchester fort. Aus Bregenz kommen der Festspiel- und der Kinderchor, aus Salzburg der Bachchor, aus aller Welt die Riege hochkarätiger Sängerinnen und Sänger.
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