Symphonieorchester Vorarlberg
 
Konzert 5
sa 30. april 2016, 19.30h, montforthaus feldkirch  
so 1. mai 2016, 19.30h, festspielhaus bregenz  
Ola Rudner | Dirigent
Allan Clayton | Tenor
Johannes Hinterholzer | Horn
Franz Schreker | Kammersinfonie für 23 Soloinstrumente
Benjamin Britten | Serenade für Tenor, Horn & Streichorchester
Ludwig van Beethoven | Symphonie Nr. 4 in B-Dur op. 60

Der Schwede Ola Rudner gehört zu jenen erfolgreichen Dirigenten, die als Konzertmeister der Camerata in Salzburg durch die Schule des unvergesslichen Sándor Végh gegangen sind. Der Brite Allan Clayton ist einer der führenden Tenorlyriker unserer Zeit. Der Österreicher Johannes Hinterholzer war Solohornist in Salzburg und ist nun ordentlicher Professor an der Hochschule für Musik in München.

Alle drei sind auf den Konzertpodien der Welt daheim und musizieren gemeinsam mit dem SOV eines der zauberhaftesten Werke der klassischen Moderne. Benjamin Brittens Serenade nach großer englischer Lyrik kreist um die ewigen Themen Natur, Tod und Erlösung. Musik der leisen, eindringlichen Töne bietet auch die feinsinnige, betörend schöne Kammersinfonie von Franz Schreker, eines der wenigen Instrumentalwerke des in den letzten Jahrzehnten neu entdeckten, österreichischen Komponisten, der zu den Meistern des expressionistischen Musiktheaters gehört.

Ludwig van Beethovens Vierte Symphonie ist kein Klang gewordenes Heldenleben wie die Dritte, die populäre »Eroica«. Da auch kein Schicksal an die Pforten pocht wie in der Fünften, keine Gewitter dräuen wie in der pastoralen Sechsten und schon gar nicht die Herrlichkeit der ewigen Verbrüderung aller Menschen beschworen wird wie in der Neunten, mangelt es ihr ein wenig am auch in der Kunst seit eh und je hilfreichen Werbeeffekt. Ein Kritiker anno 1806 befand: »Beethoven hat eine neue Symphonie geschrieben, die höchstens seinen wütenden Verehrern gefallen hat.« Der neuen Musik ist es also auch damals nicht immer gut gegangen. Tatsache ist, dass das Adagio dieser Symphonie zum Schatz musikalischer Poesie gehört und dass der »Titan« Beethoven gerade in diesem Werk immer wieder seinen ziemlich bärbeißigen Humor aufblitzen lässt. Alles löst sich im Finale, einem wirbelnd virtuosen Prunkstück für jedes Orchester.




Neue CD: Sternstunden vol. 2

Pünktlich zu den Jubiläumskonzerten ist die neue CD des Symphonieorchester Vorarlberg erschienen – Sternstunden vol.2. Sie umfasst insgesamt 13 Werke, die bei Konzerten des Symphonieorchesters zwischen 2011 und 2015 aufgenommen wurden.

Neben Chefdirigent Gérard Korsten und einigen Gastdirigenten der letzten Jahre wird auch Kirill Petrenko zu hören sein. Aus dem Jahr 2011 stammt beispielsweise die Aufnahme des zweiten Satzes von Gustav Mahlers 3. Symphonie, die Petrenko dirigierte. Die heimischen Solisten Heidrun Wirth-Metzler und Alexander Ladstätter sind beim Duett-Concertino für Klarinette und Fagott von Richard Strauss zu hören, dessen 3. Satz im Vorarlberger Landeskonservatorium aufgezeichnet wurde.

Die CD ist bei den Konzerten im Montforthaus Feldkirch und Festspielhaus Bregenz um 15 Euro erhältlich. Ebenso im Musikladen und in der Buchhandlung Brunner. Ab sofort kann Sternstunden vol. 2 auch per Mail (office@sov.at, zzgl. Porto) bestellt werden!

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